Katzenjammer

K.-Jammer

Diese graue Wolkenschar
Stieg aus einem Meer von Freuden;
Heute muß ich dafür leiden
Daß ich gestern glücklich war.

Ach, in Wermut hat verkehrt
Sich der Nektar! Ach, wie quälend
Katzen-Jammer, Hunde-Elend
Herz und Magen mir beschwert!

Heinrich (Christian Johann Heinrich) Heine (1797-1856)

„K.-Jammer“ gehört zu Heines dritter Gedichtsammlung „Romanzero“, die seine bedeutendste und geschlossenste ist und 1851 erschien. Alle Stücke in dieser Sammlung erschienen zwischen 1846 und 1851.

Es gibt 2 Kommentare zu diesem Beitrag
    • Johannes at 12:16

      Oh Gabi, welch schöne Assoziation und wie recht du hast, ja!

      Erlaube mir, dass ich deine Assoziation kurz erkläre, falls sie jemand liest: es handelt sich um eine Stelle (4. Zeile) im Lied „za’ar lecha weza’ar li“ vom wunderbaren Arik Einstein, das er mit der kongenialen Judith Rabitz singt:

      צַעַר לָךְ וְצַעַר לִי
      עַל כָּךְ מְעִידוֹת הָעֵינַיִם
      בּוֹאִי, אִשָּׁה, בִּיוֹם זֶה אֱוִילִי
      לַאֲרוּחַת־צַעֲרַיִם

      נֵשֵׁב, נְשׂוֹחֵחַ עַל דָּא וְעַל הָא
      עַל אִי הַשּׁוֹקֵעַ בַּמַּיִם
      עַל אָבִינוּ אַדָם, עַל אִמֵּנוּ חַוָּה
      וְעַל מַלְאָכִים בַּשָׁמַיִם

      וְאִם מַלְאָכִים לֹא הָיוּ וְאֵינָם
      נָשׁוּב נְדַבֵּר עַל חַוָּה וְאָדָם

      Es ist ein Wortspiel: das hebräische Wort für Mittagessen „aruchat zohorajim“ wird von Einstein als „aruchat za’arajim“ gesungen, also „Gericht der Sorgen“ wörtlich etwa…

      https://www.youtube.com/watch?v=i919BcgFo58&list=PLE2BB2B18EE6626B9&index=42

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